Traditionelle chinesische Medizin

TCM - was ist das?

Die Kunst des Heilens ist tiefgründig wie der Ozean und grenzenlos wie der Himmel.
Der gelbe Kaiser

Immer mehr Menschen entdecken die Weisheit der Jahrtausende alten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und vertrauen ihr; sie hoffen auf die Erfolge dieser lang bewährten fernöstlichen Medizin, die neben den wertvollen traditionellen Überlieferungen durch neueste Erkenntnisse moderner Forschungen an Universitäten auch in China ständig ergänzt wird.

Die Grundlagen der ursprünglichen Anschauungen der TCM beruhen auf der Lehre von den gegensätzlichen Naturkräften Yin (eine ruhende Kraft) und Yang (eine aktive Kraft). Stehen sie im Gleichgewicht, ist der Mensch gesund. Dieser ausgeglichene Zustand wird durch das heute allgemein bekannte Symbol mit den Farben schwarz und weiß dargestellt. Im harmonischen Wechselspiel dieser beiden polaren Kräfte wird die menschliche Lebensenergie, das „Qi“ (sprich: Tschi), erzeugt und im Gleichgewicht gehalten.

Werden das Fließen des „Qi“ und damit die Stoffwechselvorgänge im Körper blockiert, fühlt sich der Mensch durch ein Ungleichgewicht von Yin und Yang zunächst unwohl und kann in Folge erkranken. Die Ursachen solcher energetischer Blockaden müssen sorgsam durch genaue Untersuchungen gefunden werden.

Die Wurzeln der TCM liegen vor allem in den daoistischen Vorstellungen über Gesundheitspflege und Krankheitsvorbeugung. Es ist ein philosophisches System: überall anwendbar (in der ganzen Welt = Makrokosmos, beim Menschen = Mikrokosmos). Typisch für diese Philosophie und fremd für die westliche Weltanschauung ist, dass Gegenteile sich bedingen, erschaffen und erhalten. Das wiederum symbolisiert das ständige Fließen der Energie(Lebensenergie Qi) und die wechselseitige Ergänzung aller Gegensätze zu einem Ganzen, dem Kreis. Alles ist im Wandel und der Maßstab aller Dinge ist die Harmonie aller Gegensätze im großen Einen.

In der TCM heilt man unter der Berücksichtigung der Yin und Yang (die zwei Pole, die in allem vorhanden sind und die sich ständig wandeln) und der fünf Wandlungsphasen (fünf Elemente).

Die Krankheit entsteht, wenn die Harmonie zwischen den erwähnten Elementen nicht wieder hergestellt werden kann, weil die schädigenden Faktoren zu stark und/oder zu vielfältig sind oder weil der Körper zu schwach ist.

Die Elemente in Beziehung zu den Organen

Alle inneren Organe werden dem System von Yin und Yang untergeordnet und bilden auf diese Weise funktionelle Gruppierungen und Beziehungen unter- und zueinander. Jedem Organ sind auch spezielle psychische und emotionale Faktoren zugeordnet. Genauso wie nach chinesischer Ansicht in der Natur die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser als Grundelemente des Lebens miteinander in vielseitiger Verbindung stehen und sich in ständigem Wandel ineinander befinden, werden die Beziehungen der Organe zueinander verstanden. Die Abläufe im menschlichen Organismus, die wechselseitige Beziehung von Geist, Seele und Körper zueinander und zur Umwelt werden über diese sog. fünf Wandlungsphasen erklärt. So entsteht ein gesamtes, ganzheitliches Bild des Organismus als Grundlage der chinesischen Heilkunde.

Es ist die Aufgabe des TCM-Arztes, die Harmonie im Bereich dieser aus Naturbeobachtungen entnommenen Funktionsabläufe des Menschen und damit einen Ausgleich der Kräfte Yin und Yang herzustellen.

Dr. medic-stom./IM Temeschburg Mihaela Grau   |   Zahnärztin, Akupunktur- und TCM-Ärztin   |   Mannheim, Käfertal, Rhein-Neckar-Kreis